Islamophobie-Phobie
Verfasst von multikultur am 13. Oktober 2007
Einen eher befremdlicher Artikel entdeckte SIOE Belgien in der Tageszeitung Het Laatste Nieuws. Auch viele Schweizer Zeitungen berichteten, seltsamerweise aber kaum deutsche, fündig wurden wir im Tagesspiegel:
„Islamfeindlichkeit in westlicher Welt nimmt zu“
Auf einer Konferenz zu „Intoleranz und Diskriminierung von Muslimen“ im südspanischen Cordoba haben etwa 30 NROs wegen der zunehmenden Islamophobie in Europa Alarm geschlagen. Jasser Auda, Direktor des al-Maqasid Forschungszentrums in London und Scharia-Experte, warnte vor einer zunehmenden Verallgemeinerung, einer negativen Rezeption und dem Entstehen von Stereotypen gegenüber Muslimen.
SIOE widerspricht: Islamophobie ist nicht etwa eine Verallgemeinerung sondern die logische Erkenntnis aus einer Reihe von Fakten:
Verallgemeinerung?
Islamophobie wird häufig als „die Furcht vor Muslimen“ übersetzt, was ganz einfach falsch ist. Islamophobie ist die Furcht vor dem Islam im Allgemeinen, mit seinem politischen Programm. Im Islam herrscht ein umfassendes Rechtssystem, die Scharia, die – aus unserer Sicht – einige besorgniserregende Merkmale aufweist. Die Scharia fordert die Unterordnung der Frau unter den Mann, extrem harte Bestrafungen (Folter) für nichtige Vergehen wie das Nichteinhalten islamischer Traditionen und macht jede freie Meinungsäusserung unmöglich. Zudem steht die islamische Rechtsprechung unter Kontrolle von Theologen oder Imamen, die keinerlei demokratische Legitimation geniessen. Islamophobie ist deshalb weder irrational noch sträflich verallgemeinernd, sondern ein gesunder Reflex gegen die Mächte, die unsere demokratischen Staaten bedrohen.
Negative Rezeption und Stereotypen?
Wenn Imame, die geistlichen Führer des Islam, vor laufender Kamera Selbstmordattentäter offen für ihren Mut preisen, dann sind sie es, die das Bild des Islam im Westen formen, sie sind es, die die den negativen Eindruck forcieren. Wenn nach den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 Muslime auf den Strassen feiern, wenn ein Karikaturist wegen einer Zeichnung mit dem Tod bedroht wird, wenn ein Regisseur wegen seiner Kritik auf offener Strasse ermordet wird…
Der Islam hat in der Tat ein Imageproblem, aber es sind beileibe nicht nur die Medien, die dafür verantwortlich sind.
Intoleranz und Diskriminierung von Muslimen?
Es ist doch bereits die moderne westliche Gesellschaft an sich, die Muslime in ihrem Glauben zu beleidigen scheint (Schweinefleisch, Miniröcke, Alkohol,…), und das Anbieten von lediglich halal zubereiteter Kost in Schulen ist offenbar eine der wenigen Möglichkeiten, den Frieden zu wahren. Wir fragen uns, wessen Diskriminierung und Intoleranz die Konferenz meint.
SIOE ist der Meinung, dass spirituelle und religiöse Glaubensangelegenheiten Privatsache sind und in der politischen Debatte keinen Platz haben.
SIOE möchte keine Scharia in Europa, wir stehen für Demokratie statt Theokratie und wir wollen der Islamisierung Europas Einhalt gebieten.