SIOE Deutschland

Racism is the lowest form of human stupidity – Islamophobia is the height of common sense!

Belgischer Bürgermeister reloaded

Verfasst von multikultur am 6. November 2007

Am 4. November wollten mehrere belgische Organisationen in Elsene (einer belgischen Stadt außerhalb Brüssels) eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal für den Holocaust an den Armeniern abhalten. Sie wollten damit den Opfern dieses Völkermords, den Toten von Beslan (Russland), sowie dem drei Jahre zuvor ermordeten Theo van Gogh gedenken.

Zu dieser Veranstaltung wurden Nation, SIOE België/SIOE Belgique und weitere Initiativen eingeladen, um gemeinsam aller Opfer des islamischen Terrors zu gedenken. Sie wurden dabei von verschiedenen Gruppen unterstützt, die das gemeinsame Ziel hatten, ihre Solidarität mit den Opfern des Terrorismus zum Ausdruck zu bringen und die Aufmerksamkeit unserer Politiker zu gewinnen. Politiker, die nur allzu oft Tatsachen bestreiten und die sich sogar weigern, den Holocaust an den Armeniern als „Völkermord“ zu bezeichnen.

Die Erlaubnis zu dieser Gedenkveranstaltung wurde ihnen vom Bürgermeister von Elsene verwehrt. In einem Brief schrieb er wörtlich: „Wir bedauern, ihre Anfrage für ein öffentliches Gedenken wegen des derzeitigen angespannten Verhältnisses zwischen den türkischen, armenischen und kurdischen Bevölkerungsteilen ablehnen zu müssen“.

Wieder hat ein Brüsseler Bürgermeister freien Bürgern das Recht zur Meinungsäußerung entzogen, aus Angst vor den Reaktionen einer hitzköpfigen Minderheit, die in Brüssel offenbar längst das Sagen hat.

Nach Erhalt dieses Briefes entschied man sich, die Gedenkveranstaltung nicht durchzuführen, sondern stattdessen Stellvertreter der teilnehmenden Organisationen zu einer kurzen Protestaktion vor dem Haus des Bürgermeisters aufzufordern. So sollte dem Bürgermeister klargemacht werden, dass man mit dem Verbot der Veranstaltung nicht einverstanden sei, insbesondere nicht mit der offiziellen Begründung, warum wir an einem Denkmal keine Blumen niederlegen sollten.

Das Haus des Bürgermeisters ist etwa 500 Meter vom Mahnmal für den Genozid an den Armeniern entfernt. Dort war eine größere Polizeimacht präsent, um jeden zu verhaften, der es wagte, mit Blumen in der Hand aufzutauchen.

Während wir vor dem Haus eine fünfminütige Rede hielten (auf dem Fußweg und ohne den Verkehr zu behindern), wurden diese Polizeikräfte über unsere Anwesenheit informiert und fielen kurz darauf über uns her.

Beim Umgang mit derart gefährlichen Terroristen wie uns ging man natürlich kein Risiko ein, wir wurden an die Wand gedrückt und mit Handschellen gefesselt. Der anwesende Vertreter von SIOE België hob seine Hände nicht schnell genug und wurde von einem der Polizisten auf den Hinterkopf geschlagen. Unglücklicherweise stand er vor einem Schaufenster und wurde so mit dem Gesicht durch die Scheibe gestoßen.

Als er blutüberströmt auf dem Boden lag rief der Polizeibeamte: „Ich war es nicht, er hat die Scheibe selbst mit der Stirn eingeschlagen!“

Der Verletzte wurde in Handschellen von einem Rettungswagen abgeholt. Im Krankenhaus weigerten sich die Beamten, ihm die Handschellen abzunehmen und die Ärzte mussten seine Wunde nähen, während er gefesselt auf dem OP-Tisch lag. Nachdem er ärztlich behandelt worden war (mit 4 Stichen in die Stirn) wurde er ins Gefängnis zu den anderen 30 SIOE-Mitgliedern gebracht, die der Polizei nicht entfliehen konnten.

Das verwundete Mitglied hat eine gequetschte Nase und eine aufgeschlagene Stirn. Sogar nachdem klar war, dass er mit der Nase voran durch das Schaufenstergestoßen wurde, beharrte der Polizeibeamte darauf, er sei freiwillig mit dem Kopf in die Scheibe gefallen, wie ein “ anti-totalitärer Selbstmordaktivist“.

Die von der Polizei ausgegebene Presseerklärung spricht für sich selbst.

Hier eine kurze Übersetzung: Eine Frau (bei der Person handelte es sich um einen Mann) wurde festgenommen, nachdem sie auf einer verbotenen Demonstration von Nationalisten (dies entspricht nicht der Wahrheit) eine Scheibe eingeschlagen hatte (!)…

Das Mitglied weigert sich, die Darstellung der Polizei anzuerkennen und hat mittlerweile Strafanzeige gegen die Polizei gestellt. Es wurde angegriffen, als es – den Anordnungen der Beamten Folge leistend – an einer Wand stand. Sechs Zeugen haben bestätigt, dass der Polizeibeamte das Mitglied mit dem Kopf voran in die Scheibe gestoßen hat.

Fortsetzung wird zweifellos folgen…

via SIOE België

Anmerkung: Die Teilnahme an einer nicht genehmigten Veranstaltung war nicht von SIOE International autorisiert – die Teilnahme der belgischen SIOE-Mitglieder erfolgte auf eigene Verantwortung.

6 Antworten zu “Belgischer Bürgermeister reloaded”

  1. [...] (more…) [...]

  2. paladin sagte

    Meine Wut über die Linksfaschisten in unseren europäischen Städten wächst mit jeder Aktion die gewaltsam unterdrückt wird. Ich selbst war am 11.09.2007 in Brüssel und musste mitansehen wie unsere Rechte mit Knüppeln und STIEFELN getreten wurden von der roten SOLDATESKA Fat Freddy Thielemans!
    Der Druck auf dem Kessel steigt!!!!!! STETIG
    Dem Opfer dieser faschistoiden Meinungsdiktatur wünsche ich als erstes gute Genesung und möchte allen Teilnehmenden meinen Respekt und meine Solidarität bekunden, auch ich werde ab nächstem Jahr wieder an Aktionen teilnehmen!

  3. red.cloud sagte

    Schon peinlich, wie Ihr Euch ständig als arme arme Opfer darstellt…

  4. Alecchino sagte

    Demokratische Grundrechte werden mit Füßen getreten und mit Gummiknüppeln niedergeprügelt.
    Es wird weiterhin mit zweierlei Maß gemessen. Islamfaschistische Demonstrationen werden geduldet, während Kritik daran mundtot gemacht wird. Ich nenne so etwas faschistoid!

  5. Tintin sagte

    Schon wieder wird die freie Meinungsausserung in Bruessel eingeschrenkt, mit Polizei Brutalitaet!

    Bis jetzt habe ich SIOE eigentlich unterstuetzt, nur mit diesem ‘Nation’ Verein komme ich nicht ganz klar: wenn ich durch ihre Webseite blaetere faellt mir einiges auf:
    * Ein Link von ihrer Homepage zur NPD (ja die Partei aus Deutschland), am rechten Rand bei ‘Partenaires europeens’
    * bei ‘Qui sommes nous’ (Wer sind wir) http://www.nation.be/web/qui.php3 ist unter anderem das Logo beschrieben auf dem man das keltische Kreuz sieht, unter dem T und dem I, was auf dem grossen Logo nicht zu sehen ist…

    Wer sind diese ‘Nation’, soll sich SIOE wirklich mit denen in Verbindung bringen?? Haben sie die SIOE Erklaerung unterschrieben?

  6. multikultur sagte

    @ #5 tintin

    Nein, sie haben die Vereinbarung nicht unterschrieben, die Teilnahme der flämischen Mitglieder geschah spontan und ohne Autorisierung durch SIOE (deshalb auch der entsprechende Hinweis am Ende des Artikels). Ohne den unprovozierten Polizeiübergriff hätte SIOE auch nicht über die Veranstaltung berichtet ;) . Die Bedeutung nationalistischer Parteien und Gruppierungen im heutigen Belgien ist allerdings nicht zu unterschätzen – das Königreich ist seit den Wahlen im Juni ohne Regierung, es gibt Separationsbestrebungen des nördlichen Landesteiles Flandern.

    Wenn ich die Lage richtig überblicke, dann ist Nation eine der wenigen frankophonen belgisch-nationalen Gruppen (wogegen die flämische Vlaams Belang auch im Parlament stark vertreten ist). Die Alternative zum Fortbestand Belgiens wäre eine Annexion Walloniens durch Frankreich und Flanderns durch die Niederlande. Nationalistische Gruppen haben also regen Zulauf, da man die Existenz des eigenen Landes – wohl zu Recht – in Gefahr sieht. Umso erfreulicher, dass die beiden belgischen SIOE-Gruppen gut miteinander kooperieren. Auch das verletzte Mitglied gehörte nicht etwa der frankophonen, sondern der flämischen SIOE an. Ich kenne den Betroffenen persönlich und schätze ihn sehr – für seine politische Integrität lege ich meine Hand ins Feuer.

    Ansonsten weiss ich offen gestanden nichts über Nation, ihre Ausrichtung oder Relevanz. Den Link zur NPD würde ich nicht überbewerten, vor allem angesichts der Tatsache, dass zu einem Großteil der europäischen extremen Rechten eben NICHT verlinkt wird. Auch ein Keltenkreuz beunruhigt mich noch nicht wirklich – dass es als Mittel zur Provokation taugt, beweist ja Ihre Reaktion.

    Es sei noch angemerkt, dass die einzelnen SIOE-Gruppen, sowohl in den europäischen Ländern als auch lokal, in ihrem Vorgehen weitgehend autonom sind – sie sind weder in sich homogen noch zentral steuerbar. Jeder, der einer Islamisierung des Kontinents aus welchen Gründen auch immer ablehnend gegenübersteht, kann (und soll) den Namen SIOE tragen – der Name ist das (ganze) Programm. Insofern gestaltet sich die interne Zusammenarbeit häufig skurril bis schwierig, da hier die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen und plötzlich kooperieren sollen. Auf internationaler Ebene wird dies noch deutlicher. Da es in Europa noch einige Länder gibt, die weder Weltkriege vom Zaun gebrochen noch Teile ihrer Bevölkerung industriell vernichtet haben, ist der Umgang mit Begriffen wie Patriotismus oder Nationalstolz nicht überall so negativ geprägt, wie hierzulande…

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